
Es ist wieder soweit ... die 2. Bürgerbeteiligung ist gestartet, und wieder ist die Zeit knapp.
Eingaben sind bis 10.08.2026 möglich.
Bitte schreibt Eure Widersprüche, gut begründet an
Per Post:
Regionaler Planungsverband Donau-Wald
Leutnerstraße 15
94315 Straubing
oder per Mail:
planungsverband@region-donau-wald.de
Informationen zu Wert- und Umsatzverlusten im Umfeld von Windkraftanlagen:
1. Wertverlust von Immobilien
Der am besten erforschte Bereich in Deutschland ist der Einfluss auf Immobilienpreise. Hierzu gibt es eine vielbeachtete und methodisch sehr breite Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Zentrale Studie: „Windräder lassen Immobilienpreise sinken“ (RWI Essen, u.a. Prof. Dr. Manuel Frondel). Für die Untersuchung wurden rund 2,7 Millionen Verkaufsanzeigen auf ImmoScout24 aus den Jahren 2007 bis 2015 ausgewertet. Ergebnisse: Direktes Umfeld: Häuser, die in einem Abstand von unter 1 Kilometer zu einer neu errichteten Windkraftanlage liegen, verlieren im Durchschnitt rund 7 % an Wert im Vergleich zu ähnlichen Immobilien ohne Windrad in der Nähe. Reichweite: Der Effekt nimmt mit zunehmender Distanz ab. Ab einer Entfernung von 8 bis 9 Kilometern konnten die Forscher keinen statistisch messbaren Einfluss mehr auf die Immobilienpreise feststellen. Unterschiede: Besonders stark betroffen sind ältere Einfamilienhäuser in strukturschwachen, ländlichen Gebieten (hier wurden in Einzelfällen temporäre Rückgänge von bis zu 23 % gemessen). In Stadtrandlagen hingegen ist der Wertverlust kaum messbar, da das Landschaftsbild dort ohnehin urbaner geprägt ist.
2. Rückgang von Übernachtungszahlen im Tourismus
Bei den Auswirkungen auf den Tourismus unterscheidet die Forschung meist zwischen Umfragen vor dem Bau (Sorgen/Bedenken) und den tatsächlichen Buchungszahlen danach.
Zentrale Studie: „Gone with the wind? The impact of wind turbines on tourism demand“ (Leibniz Universität Hannover, Prof. Tom Brökel & Christoph Alfken).
Diese Studie verknüpfte flächendeckend die Standorte von Windkraftanlagen mit den offiziellen Tourismusstatistiken deutscher Gemeinden. Ergebnisse: Die Analyse zeigte, dass sich Windkraftanlagen im nahen Umland (bis zu 20 Kilometer) punktuell negativ auf die touristische Nachfrage auswirken können – insbesondere in klassischen Mittelgebirgs- und Binnenlandsregionen, die stark mit unberührter Natur werben.
Aufruf an unsere Tourismusbetriebe, Gastronomie und Einzelhandel, sowie Immobilienbesitzer:
Bitte lasst euch von eurem Steuerbetater, basierend auf diesen Studien, eine Hochrechnung über eure zu erwartenden Verluste erstellen und fügt diese an euren Widerspruch hinzu.
An der nachfolgenden Karte seht ihr den aktuellen Stand der Planung der Vorranggebiete in unserer Umgebung.
REG09 liegt zwischen Kronberg und Harlachberg und wird unser Ortsbild nachhaltig verändern.
REG07 am Riedlberg liegt mitten im Revier der Luchsin Vroni und ihrem Nachwuchs.
REG11 liegt direkt neben dem Großen Arbersee und ist besonders tragisch. Hier wird nicht nur die einmalige Landschaft am Arbersee zerstört, sondern auch die besonders geschützte und seltene Population von Fledermäusen in der Arberseewand massiv beeinträchtigt.
Die vollständige Karte könnt ihr hier herunterladen (Achtung, lange Ladezeiten): https://www.region-donau-wald.de/fileadmin/user_upload/pdfs/Regionalplan/laufende_Fortschreibungen/Windenergie/Beteiligungsverfahren_Nr._2/2026_06_22_R12_Windenergie_Anlage_2_Karte.pdf

Hier noch zugehörigen Dokumente zur Bürgerbeteiligung.
Hier jetzt ein Musterschreiben zum Herunterladen. Das könnt ihr mit eurer Adresse versehen, unterschreiben und per Post absenden oder als PDF Anhang per Mail an planungsverband@region-donau-wald.de senden.
Bitte UNBEDINGT den Einsendeschluss 10. August 2026 beachten! Darf natürlich weitläufig verteit werden.
Einwendung_Regionalplan_Windkraft_Bodenmais_v3 herunterladen
Alle, die ihren Einwand nicht persönlich absenden möchten, können sich hier in die Unterschriftenliste eintragen.
Diese Liste wird zum Ende der Bürgerbeteiligung am 10. August 2026 zusammen mit unserem Musterschreiben an den Planungsverbandübermittelt.
