Windkraft-Ausbaupläne im Arberland

Klarstellung:

Die Facebook-Gruppe "Gegenwind Bayerischer Wald" ist eine öffentliche Gruppe, deren Posts und Kommentare nicht die Meinung des Betreibers dieser Webseite widerspiegeln.
Ich distanziere mich daher ausdrücklich von Posts, die komplett gegen die eneuerbare Energien und für AKWs, Kohle und/oder Gasverstromung argumentieren. Auch von politisch motivierten Posts, egal aus welcher politischen Richtung, distanziere ich mich hiermit klar und deutlich. Diese Seite soll neutral, und wissenschaftlich basiert informieren.

Die Bayerische Staatsregierung zwingt uns mit dem Landesentwicklungsprogramm (LEP) Entscheidungen auf, die wir im Bereich Windkraft so nicht hinnehmen können.  

Fortschreibung Energie

Der Planungsausschuss hat am 10.07.2025 beschlossen, ein Beteiligungsverfahren zum Entwurf des Regionalplankapitels B III einzuleiten.

Das Beteiligungsverfahren wurde im August 2025 eingeleitet. Die Verbandsmitglieder und die Träger Öffentlicher Belange haben bis einschließlich 08.10.2025 die Möglichkeit, eine Stellungnahme gegenüber dem Planungsverband Donau-Wald abzugeben.

Zur Beteiligung der Öffentlichkeit sind die Planunterlagen gemäß Art.16 BayLplG ins Internet einzustellen. Die Unterlagen sind auch auf der Internet-Seite der Regierung von Niederbayern eingestellt. Darüber hinaus liegen die Planunterlagen beim regionalen Planungsverband Donau-Wald (Landratsamt Straubing Bogen, Leutnerstraße 15, 94315 Straubing, Zimmer B.243) der Regierung von Niederbayern (Zi. E 11 G, Gartengebäude), den Landratsämtern Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau, Regen, Straubing-Bogen und den kreisfreien Städten Passau und Straubing vom 18.08.2025 bis zum 08.10.2025 zur Einsichtnahme aus. Schriftliche oder elektronische Äußerungen zur Fortschreibung des Regionalplans Donau-Wald sind bis zum Ablauf der Auslegungsfrist gegenüber dem Regionalen Planungsverband Donau-Wald, Leutnerstraße 15, 94315 Straubing, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. möglich.

Link zu den dazugehörigen Dokumenten: https://www.region-donau-wald.de/regionalplan/laufende-fortschreibungen?fbclid=IwY2xjawMmrTJleHRuA2FlbQIxMAABHvWayep5cBrZXNJDNYn1OVvogsQvuC0ecCkqwsmrBOv5t5bf95QBR0ntq3hX_aem_JXK48xjihuViTJa1zAQDPg

Was uns hier im Arberland erwartet, kann man hier in einem Auszug aus der Planungskarte sehen:

karte

Link zur kompletten Karte: https://www.region-donau-wald.de/fileadmin/user_upload/pdfs/Regionalplan/laufende_Fortschreibungen/Windenergie/Beteiligungsverfahren/2025_07_21_Karte_Windenergie_komprimiert.pdf

Wie das LIVE aussehen könnte, sehen Sie auf der Seite "Ansichten".

Meine persönliche Meinung als Betreiber der Webseite:

Der Weg in die Unabhängigkeit von Gas und Öl, hin zu einer 100% Versorgung durch erneuerbare Energie ist richtig und wichtig. Windkraft ist dazu ein wichtiger Baustein. Klar muss aber sein, NICHT ÜBERALL, NICHT ZULASTEN EINER EINMALIGEN NATURLANDSCHAFT, NICHT AUF KOSTEN UNZÄHLIGER TEILS STRENG GESCHÜTZTER ARTEN, und vor allem

NICHT ÜBER DIE KÖPFE DER BETROFFENEN BÜRGER HINWEG!

Gegen die Pläne anzugehen ist schwierig, nachdem die ausgewählten Gebiete kurzerhand zu sog. "Vorranggebieten" erklärt wurden, was praktisch einem Freibrief entspricht.

WIR KÖNNEN UND MÜSSEN UNS GEGEN DIESE PLÄNE ZUR WEHR SETZEN!

Welche Einschränkungen werden uns hier aufgezwungen?

  • Massiver Verschandelung unserer wunderschönen Landschaft im Bayerischen Wald. Hier stehen an jedem Standort nicht nur 1 Spargel, sondern man plant eine "Konzentration" an den Standorten, was bedeutet, 3, 4 oder 5 solcher 250m hohen Türme. Gerade in Bodenmais werden wir von diesen Anlagen praktisch eingekreist. 
  • Studien der Uni Hannover zeigen, dass in Regionen mit einer hohen Anzahl von Anlagen die Tourismuszahlen zurück gehen. Nachdem gerade Bodenmais vom Tourismus lebt, sind hier massive Umsatzeinbußen zu erwarten. Vor allem für die kleineren Beherbergungsbetriebe könnte dies das AUS bedeuten, auch die großen, personalintensiven Hotels bekommen Probleme.
    Zwar zeigt die Studie auch, dass Rückgänge teilweise durch allg. steigende Tourismuszahlen aufgefangen werden können, allerdings nicht am betroffenen Ort. Touristen ziehen in andere Ortschaften um, wo die Landschaft nicht von Windkraftanlagen verschandelt wird.
  • Eine Studie des RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung zeigte, dass der Wertverlust (bei Immobilien im Umfeld von Windkraftanlagen) im Durchschnitt bei 7,1 % liegt und in ländlichen Gebieten bis zu 23 % betragen kann, bis hin zur Unverkäuflichkeit.
  • Massiver Eingriff in die ohnehin schon stark geschädigten Wälder. Der Platzbedarf für eine Windkraftanlage liegt zwischen 2.500 und 5000m². Bei 4 Anlagen wir z.B. am Kronberg sind das 20.000 m²! Und das OHNE den Wegebau mitzurechnen! Für einzelne Gebiete wurden bis zu 450 Hektar Fläche kalkuliert.
  • Eine erhebliche Gefahr für unsere Tierwelt, die teilweise einzigartig ist: geschützte Greifvögel, kollisionsgefährdete Brutvogelarten, Lebensraum von Auerhuhn, Haselhuhn, streng geschützte Luchse und Wölfe.
  • Austrocknung von Quellregionen. Wasserschutzgebiete wurden zwar in der Planung ausgespart, aber nicht privat erschlossene Quellen, von den hier oft abgelegene Ortsteile abhängig sind.

Tatsächlich wurde im letzten halben Jahr im Landkreis Regen mehr Energie erzeugt als verbraucht wurde. PV Anlagen mussten abgeregelt werden, um die Netze nicht zu überlasten. Wozu also noch Massen an Windkraftanlagen bauen, wenn das Netz diesen Strom überhaupt nicht aufnehmen kann? (siehe Grafik). 
Laut Bayernwerk ist ein Ausbau der Netze nicht geplant.

Die aktuelle Stromerzeugung vs Verbrauch Für den Landkreis und die Stadt Zwiesel können Sie hier verfolgen (Link bitte anklicken).

erzeugung vs bedarf

Wer Interesse hat, sich aktiv einzubringen, wir brauchen:

  • Social Media Begeisterte/Profis für Facebook, Instagram und evtl. weitere Kanäle
  • Spezialisten für Verwaltungsrecht und Rechtstexte, der die komplizierten Studien und Texte verständlich zusammenfasst
  • Menschen mit sehr guten Pressekontakten und der Fähigkeit, gute Texte zu schreiben
  • Logistische Unterstützung, Unternehmen mit guten Druckern um Flugblätter, Infounterlagen, A4/A3 Plakate in größeren Stückzahlen zu drucken
  • Finanzielle Unterstützung zur Finanzierung von Flyern und Bannern, evtl. Anmietung von Werbeflächen
  • Bürger, die Ihren Zaun für die Anbringung von Bannern zur Verfügung stellen.

Interessenten bitte per Mail melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder über die o.g. Handynummer (auch WhatsApp verfügbar)

Diese Website wird kontinuierlich um weitere wichtige Informationen erweitert. Anregungen gerne per Mail.

Je mehr Bürger, Unternehmen und Organisationen sich der Aktion anschließen, umsomehr Druck können wir auf die Verantwortlichen ausüben. 

Wir bedanken uns ganz herzlich für 2863 Listeneinträge.
Diese wurden Dienstag 07.10. an den Planungsverband übergeben.

Insgesamt sind Eingaben im 5-stelligen Bereich eingereicht worden

Wie geht es nun weiter?

Aufgrund der dünnen Personaldecke des Planungsverbands wird die Bearbeitung der Eingaben voraussichtlich noch bis Jan/Feb 2026 dauern.
Danach bestehen wohl mehrere Möglichkeiten:

  • Überarbeitung der Vorranggebiete und eine erneute Bürgerbeteiligung
  • Streichung besonders kritischer Vorranggebiete (Tourismus, Gewässerschutz, Artenschutz, problematischer Wegebau)
  • Bestätigung von Gebieten ohne Widersprüche oder positiver Abstimmungen in Stadt- oder Gemenderäten